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Auf dem Weg in die Bioökonomie

So begleiten wir Unternehmen in Baden-Württemberg

Zwei Menschen vor Computern in einem Besprechungsraum
Team Bioökonomie bei Umwelttechnik BW: Manuel Bauer und Paulina Leiman (Umwelttechnik BW/Zoe Nann)

Stellen Sie sich ein produzierendes Unternehmen irgendwo in Baden-Württemberg vor. Vielleicht eine mittelständische Firma, die seit Jahrzehnten erfolgreich arbeitet, solide Produkte herstellt und mit beiden Beinen im Markt steht. 

Und trotzdem ist da diese Feststellung, dieses Gefühl: Die Welt verändert sich, auch wir sollten uns verändern.

Genau an diesem Punkt begegnen wir vielen Unternehmen.

Themen wie Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft oder biobasierte Materialien sind nicht mehr „nice to have“, sondern beeinflussen zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit.

Wo fangen wir an? Als Umwelttechnik BW hören wir diese Frage jede Woche. Und genau an dem Punkt sind wir bereit zu begleiten.

Ein erster Schritt: individuelle Begleitung statt Standardlösung

Fast immer beginnt es mit einem Gespräch. Ein Unternehmen fragt: „Wir haben Reststoffe – können wir daraus etwas machen?“ Oder: „Wir wollen unabhängiger von fossilen Rohstoffen werden. Welche Materialien kommen infrage?“

Am Anfang gibt es immer mehr Fragezeichen als Antworten. Deshalb schauen wir mit den Unternehmen gemeinsam:

  • Welche Prozesse gibt es bereits?

  • Welche biobasierten oder biotechnologischen Alternativen sind realistisch?

  • Welche Technologien sind marktreif?

  • Welche Förderprogramme passen?

  • Welche Partner braucht es?

Unsere Aufgabe ist es, Hilfe zum Selbststart zu leisten – individuell, pragmatisch und nah an der Realität der Unternehmen.

Wenn die richtigen Menschen zusammenkommen

Bioökonomie lebt von Verbindungen. Und manchmal passiert genau das in unseren Netzwerktreffen: Eine kommunale Kläranlage spricht mit einem Start-up, das Bioraffinerien entwickelt. Oder ein Maschinenbauer trifft auf ein Forschungsteam, das sich auf biobasierte Prozesschemie spezialisiert hat.

Solche Begegnungen sind selten Zufall – dafür schaffen wir die Räume. Durch

  • thematische Netzwerke

  • Matchmaking zwischen Forschung, Start-ups und etablierten Betrieben

  • Kooperationsformate, in denen aus Ideen konkrete Projekte werden

Und wenn sich daraus ein Konsortium bildet, das gemeinsam einen Förderantrag stellt oder ein Pilotprojekt aufbaut, ist das dieser Moment, der deutlich macht: Transformation entsteht nicht im Alleingang.

Informationen, die Orientierung schaffen

Die Bioökonomie entwickelt sich rasant. Neue Technologien kommen auf den Markt, politische Rahmenbedingungen ändern sich, Förderprogramme entstehen oder laufen aus. Unternehmen sagen uns immer wieder: „Wir würden gerne starten, aber wir wissen nicht, was gerade wichtig ist.“

Deshalb stellen wir verständliche Informationen bereit – kompakt, aktualisiert und ohne Fachjargon:

  • Leitfäden, die erklären, wie man startet

  • Newsletter, die Trends und Entwicklungen einordnen

  • Veranstaltungen für den Austausch und das Networking

  • Inhalte auf LinkedIn

Wissen ist die Grundlage, um Entscheidungen sicher treffen zu können. Und genau das wollen wir fördern.

Sichtbarkeit schafft Möglichkeiten – der Bioökonomie-Marktnavigator

Viele Unternehmen arbeiten längst an biobasierten Lösungen, aber zu wenige wissen davon. Andere suchen Partner, finden aber keine Plattform, um an Sichtbarkeit zu gewinnen. Dieses Problem löst der Marktnavigator.

Er ist wie eine digitale Landkarte der Bioökonomie in Baden-Württemberg: Wer sich einträgt, kann gefunden werden. Von Kund:innen, Partner:innen und Konsortien.

Sichtbarkeit ist ein Katalysator. Und der Marktnavigator wurde genau dafür entwickelt.

Fördermittel: gemeinsam durch den Dschungel

Es gibt viele Förderprogramme – auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Für viele Unternehmen ist das eine Herausforderung: „Wo sollen wir anfangen? Was passt wirklich zu unserem Projekt?“

Wir unterstützen bei:

  • der strategischen Auswahl

  • dem Verständnis der Anforderungen

  • der Einordnung technischer und wirtschaftlicher Aspekte

Der Aha-Moment entsteht, wenn Unternehmen merken, dass Fördermittel kein Buch mit sieben Siegeln sind. Sondern eine Chance, Projekte anzuschieben.

Warum das alles wichtig ist

Beispiele aus Baden-Württemberg zeigen, wie stark das Feld der Bioökonomie bereits ist. Projekte wie:

  • RoKKa, wo Kläranlagen zu Bioraffinerien werden,

  • InBiRa, wo Insekten aus Nebenströmen hochwertige Proteine und Dünger erzeugen,

  • die Fachinitiative Urbane & Industrielle Bioraffinerien,

  • oder der Innovation Hub CCUBIO BW, der biotechnologisches CO₂-Recycling fördert,

beweisen: Die Bioökonomie ist Realität.

Und jedes dieser Projekte begann mit Menschen, die bereit waren, neu zu denken – und mit Partnern, die sich auf den Weg gemacht haben.

Unser Antrieb: Unternehmen auf diesem Weg stärken

Wir verstehen uns nicht als Beobachter, sondern als Begleiter. Unser Ziel ist, Barrieren abzubauen, Orientierung zu geben und Räume zu schaffen, in denen Neues entstehen kann. Die Herausforderungen der Transformation sind groß, aber die Chancen sind es auch.

Die Bioökonomie wird kommen. Und je früher Unternehmen sich darauf vorbereiten, desto stärker werden sie davon profitieren.

Author: Paulina Leiman
Source: Umwelttechnik BW | Bioökonomie