Fallbeispiel
Geometrisch abstrakte Farbflächen

Neubau im KFW-Effizienzhausstandard 55

Finalist Gipfelstürmer 2021
228 t/a

CO2-Einsparung*

1.359.680 km

Mittelklasse-PKW**

448 MWh/a

Energieeinsparung

676 MWh/a

Verbrauchsausgangswert***

Dank energieeffizienter Bauweise des neuen Firmengebäudes wurden diverse Fördermittel in Anspruch genommen. So kam es zum kompletten Verzicht auf fossile Energien und zur Klimaneutralität. Das Unternehmen optimierte zudem auch Produktionsprozesse durch die Anschaffung neuer Anlagen.

Produktionshalle mit Absauganlage

Die Abwärme der Absauganlage wird rückgeführt und zur Beheizung der Produktionshalle verwendet (Anke Müllerklein)

Als der heutige Geschäftsführer Klaus Schurig 2012 als Partner in die damalige Schreinerei einstieg, war bereits klar, dass das gemietete Firmengebäude nicht mehr die Anforderungen an eine moderne und zeitgemäße Schreinerei erfüllen konnte. Deshalb sollte ein Neubau in ressourcenschonender und energieeffizienter Bauweise errichtet werden. Als vor einigen Jahren die Planungen begannen und ein passendes Grundstück gefunden war, konnte der KEFF-Check in dieser Sondierungsphase wichtige Impulse setzen.

  • Das Gebäude wurde im KfW-Effizienzhausstandard 55 geplant und umgesetzt, dementsprechend wurde auch der Wärmeschutz der Gebäudehülle und der Fenster ausgeführt. Durch die Gebäudeausrichtung mit einer Sheddachkonstruktion konnte ein optimaler Lichteinfall und Wärmeschutz auf der Nordseite erzielt werden.
  • Die südliche Dachfläche ist mit einer 177-kWp-Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Damit erzeugt das Unternehmen mehr Strom, als es selbst verbraucht. Dieser wird für die Firmenfahrzeuge benutzt. Die restliche Energie wird ins Netz eingespeist.
  • Die Beheizung und Bereitstellung der Prozesswärme für die Oberflächenbeschichtung erfolgt über eine Holzfeuerungsanlage, wofür die Abfälle der Holzverarbeitung eingesetzt werden.
  • Die Abwärme der Absauganlage wird rückgewonnen und zur Beheizung der Produktion eingesetzt.
  • Die Beleuchtung wurde mit LED ausgerüstet.

Im August 2019 begann der Bau des neuen Firmengebäudes, das im Juni 2020 bezugsfertig war. Für die energieeffiziente Bauweise konnten diverse Fördermittel in Anspruch genommen werden. Durch die Inbetriebnahme des Neubaus kann auf fossile Energieträger verzichtet werden. Somit läuft der Betrieb klimaneutral. Das Unternehmen optimierte auch Produktionsprozesse durch die Anschaffung neuer Anlagen, die durch frequenzgeregelte Motorsteuerungen Energie einsparen.

Im März 2019 wurde aus der „Altmann Laden- und Innenausbau GmbH“ die Firma „Schurig GmbH“. Inzwischen kann die Schreinerei auf mehr als 101 Jahre im Handwerk zurückblicken. Das Unternehmen fertigt hochwertige Möbel- und Innenausbauprojekte für Privataushalte und Gewerbe. Dazu gehören Showrooms, Büros sowie Messen und Events. Die individuellen Produkte entstehen oft im engen Dialog mit den Kunden.

Das Unternehmen war Finalist beim Keffizienzgipfel 2021.

Unsere Unternehmenskultur wird geprägt von Holz, Raum und Passion. Diesen drei Begriffen fühlen wir uns verpflichtet. Darüber hinaus haben wir konsequent und nachhaltig den Neubau umgesetzt, um eine klimaneutrale Produktion zu gewährleisten.

Klaus Schurig, Geschäftsführer
Schurig GmbH

* Berechnet gemäß Merkblatt zu den CO2 -Faktoren zum Förderprogramm Energieeffizienz in der Wirtschaft, BAFA, 2019.
Aufgrund der Vergleichbarkeit wurden die Emissionen auf Basis konventionellem Strom berechnet.
Bezug ist das vorher genutzte Firmengebäude. Das Unternehmen nutzt Ökostrom.
** Berechnet aus der kilometerspezifischen Emission aller Diesel-Pkw Neuzulassungen 2019
(Umweltbundesamt).
*** Energieinhalt des zur Beheizung des eingesetzten Restholzes wurde abgeschätzt.

Tags
Fertigungsstruktur:
  • Einzelteilherstellung
Wertschöpfungsaktivität:
  • Unterstützungsprozesse / Gebäudemanagement
Ansatzpunkt / Strategie:
  • KEFF-Check
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  • Energiekonzept
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  • Abwärmenutzung
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  • Prozessoptimierung
Einsparbereich:
  • Energie
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  • Beleuchtungsenergie
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  • Wärmeenergie
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  • Prozessenergie
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  • Abfälle