Carbon Capture and Utilisation: Was heute schon funktioniert
Carbon Management in Forum 14 beim KONGRESS BW 2026
Unter dem Titel „Carbon Capture Utilisation: Was heute schon funktioniert – und wie Unternehmen profitieren“ bringt Forum 14 am 22. Oktober 2026 beim KONGRESS BW 2026 Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Branchen auf die Bühne.
Das Forum, organisiert von der Geschäftsstelle Carbon Management bei Umwelttechnik BW, bietet drei Perspektiven auf CO₂ als Rohstoff:
Dr. Alexander Rieder (EnBW, Konzernexperte für CCU) spricht über die Integration von CCU in die Abfallwirtschaft.
Dr. Thomas Wetzel und Dr.-Ing. Benjamin Dietrich (KIT, Institut für Thermische Verfahrenstechnik)berichten, wie Kohlenstoff in einer Gießerei im Kreis geführt wird.
Dr. Ralf Biebinger (Südwestdeutsche Salzwerke Heilbronn) zeigt, wie Biokohle die Energieversorgung absichern und zugleich dem Klima nutzen kann.
Im Programm können Sie sich über den gelben Button anmelden.
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Carbon Management: Weil Vermeidung allein für manche Branchen nicht ausreicht
In energieintensiven Branchen wie der Zement-, Kalk- oder Chemieindustrie entstehen CO₂-Emissionen, die sich allein durch den Produktionsprozess kaum vermeiden lassen. Anders als in vielen anderen Sektoren ist eine vollständige Defossilisierung hier auf absehbare Zeit nicht möglich – selbst mit grünem Strom und alternativen Brennstoffen bleibt ein Rest an Emissionen, der sich technisch nicht verhindern lässt. Vermeidungsstrategien allein reichen für diese Unternehmen nicht aus. Hier gewinnt Carbon Management an Bedeutung.
CCU, CCS und CDR: drei Ansätze, ein Ziel
Carbon Management umfasst drei Bereiche: Carbon Capture and Storage (CCS) beschreibt die Abscheidung von CO₂ an industriellen Punktquellen und dessen anschließende geologische Speicherung, Carbon Capture and Utilisation (CCU) nutzt das abgeschiedene CO₂ stattdessen chemisch, biologisch oder physikalisch weiter, etwa als Rohstoff. Carbon Dioxide Removal (CDR) entzieht CO₂ mit biologischen oder technischen Verfahren direkt der Atmosphäre, um historische und nicht vermeidbare Emissionen auszugleichen. Welcher Ansatz infrage kommt, hängt vom jeweiligen Anwendungsfall und den örtlichen Gegebenheiten ab – in der industriellen Praxis werden häufig auch mehrere Bausteine kombiniert.