News

DCHeatTalk – Netzwerken und Impulse aus Praxis und Wissenschaft

Am 28. April 2026 fand im Stadtpalais Stuttgart der zweite DCHeatTalk statt und brachte Rechenzentrenbetreiber, Kommunen, Stadtwerke und Wärmenetzbetreiber an den runden Tisch. Eingeladen hatte das bei Umwelttechnik BW angesiedelte Kompetenzzentrum Abwärme BW – Fokus Rechenzentren. 

Mit einer offenen Vorstellungsrunde sowie einem gemeinsamen Mittagessen startete die Veranstaltung bewusst informell. Dieses Format schuf von Anfang an eine offene Gesprächsatmosphäre – ideal, um Kontakte zu knüpfen und Projektideen auszutauschen, bevor das fachliche Programm begann. Der Nachmittag war geprägt von vier praxisnahen Fachvorträgen, die das Thema Rechenzentrumabwärme aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten:

Dr. Zhanat Murzakulova von der Deutschen Energie-Agentur (dena) eröffnete mit einem strategischen Überblick: Welches Abwärmepotenzial steckt in Rechenzentren – und wie können Betreiber und Kommunen dieses gemeinsam heben?

Markus Betz, T.P.I. Trippe und Partner Ingenieurgesellschaft mbH, zeigte anschließend, wie hocheffiziente Kühlung und Abwärmenutzung in Hochleistungsrechenzentren technisch gelingen kann – mit konkreten Einblicken in die Planungspraxis.

Anne Weisemann, Cloud&Heat Technologies GmbH, beleuchtete, wie ein Rechenzentrum als Wärmequelle zu spezifizieren ist – eine entscheidende Grundlage für die Anbindung an kommunale Wärmenetze.

Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Udo Feucht, PISA Netzwerk, mit einem pointierten Beitrag zu den Chancen, Risiken und Interessenslagen zwischen Investor und Kommune – und der Frage, wie Abwärme als strategischer Faktor in der Immobilienentwicklung positioniert werden kann.

Im Anschluss moderierte Prof. Dr. Peter Radgen vom Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart eine offene Diskussionsrunde. Hier war Raum für Fragen, Ideen und den freien Austausch zwischen allen. 

Der DCHeatTalk hat gezeigt: Der Bedarf an einem strukturierten, neutralen Austauschformat ist groß. Für regionale Abwärmeprojekte ist der direkte Kontakt zwischen Rechenzentrumsbetreibern, Kommunen und Netzbetreibern unverzichtbar – und er muss frühzeitig beginnen. Das Kompetenzzentrum Abwärme BW sowie das Kompetenzzentrum Wärmewende der Landesenergieagentur KEA-BW stehen als neutrale Vermittler zur Verfügung, um diesen Dialog weiter zu fördern und die Zahl erfolgreicher Abwärmeprojekte in Baden-Württemberg zu steigern. 

Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie auf den Webseiten des Kompetenzzentrums Abwärme – Fokus Rechenzentren. www.umwelttechnik-bw.de/de/abwaerme-rechenzentren 

Autor: Matthias Mach
Quelle: Umwelttechnik BW