Wasserstoff aus Abwasser
Projekt KA4H₂ präsentiert Ergebnisse in Karlsruhe
Das kleinste chemische Element hat am 1. Juli 2025 einen großen Auftritt!
Kann die Wasserstoffproduktion nachhaltiger und ressourcenschonender gestaltet werden? Und welche Rolle können Kläranlagen dabei spielen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Projekt KA4H₂ – Kläranlagen für Wasserstoff in den vergangenen eineinhalb Jahren.
Nun stellen die Projektpartner DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut, die Universität Kassel und Umwelttechnik BW die zentralen Ergebnisse vor – und laden am 1. Juli 2025 von 13.00 bis 19.00 Uhr zur Fachveranstaltung nach Karlsruhe ein.
Innovative Nutzung von Abwasser für die Wasserstoffproduktion
Das Projekt KA4H₂ erforscht, ob und wie die Wasserstoffelektrolyse mit Reinstwasser aus Abwasser gewinnbringend ist. Kläranlagen bieten für die Elektrolyse von Wasserstoff sehr gute Voraussetzungen: Sie verfügen über einen kontinuierlichen Abwasserstrom und können als dezentrale Wasserstoff-Hubs fungieren. Zudem kann die bei der Elektrolyse entstehende Abwärme in Nah- oder Fernwärmenetze eingespeist und der produzierte Sauerstoff in der Abwasserreinigung verwendet werden, was den Energieverbrauch und die Kosten senken kann.
WANN?
- 1. Juli 2025
- 13.00 bis 19.00 Uhr
WO?
- IHK Haus der Wirtschaft
- Karlsruhe
Grüner Wasserstoff – Hoffnungsträger der Energiewende
Ob in der Stahl- und Chemieindustrie, im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung oder im Verkehrssektor, Wasserstoff soll zukünftig
vielseitig eingesetzt werden und eine zentrale Rolle für die Dekarbonisierung energieintensiver Sektoren spielen.
Für die Herstellung von grünem Wasserstoff werden erneuerbare Energien sowie Wasser in höchster Qualität und entsprechender Quantität benötigt.
Angesichts zunehmender Dürreperioden in Zeiten des Klimawandels rückt die Verfügbarkeit nachhaltiger Wasserressourcen zunehmend in den Fokus.
Während die Entsalzung von Meerwasser in Küstenregionen eine potenzielle Alternative zum Einsatz von Frischwasser darstellt, ist diese Option in
Süddeutschland aufgrund fehlender Meereszugänge nicht umsetzbar.
Ein vielversprechender Ansatz könnte die Nutzung von biologisch-gereinigtem Abwasser zur Gewinnung von Reinstwasser für die Elektrolyse sein.
So werden zum einen wertvolle Trinkwasserreserven geschont, zum anderen ist Abwasser eine konstant verfügbare Wasserquelle, die direkt und nahezu überall erschlossen werden kann.
Veranstaltungsprogramm
Die Teilnehmer:innen erwartet eine Präsentation der neuesten Projektergebnisse, spannende Fachvorträge sowie Diskussionsrunden mit Stakeholdern aus der Branche.
Die Veranstaltung bietet zudem Gelegenheit zum Netzwerken bei Getränken und Häppchen. Eingeladen sind Fachpublikum, Unternehmen, Entscheidungsträger:innen und interessierte Bürger:innen, die sich über die Potenziale der Wasserstoffproduktion aus Abwasser informieren und austauschen möchten.
Anmeldung und weitere Informationen
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungsseite.
Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.
Presse-Kit
Bildnachweis: Umwelttechnik BW / Zoe Nann
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