Projekt
Containerhafen

Studie zur Ermittlung regionaler Hot Spots für Ressourcenverbräuche

Analyse regionaler Schwerpunkte als Grundlage für strategische Klima- und Innovationsmaßnahmen.

Projekt abgeschlossen

Die Studie verfolgt das Ziel, regionale Hot Spots für Ressourcenverbräuche und Ansätze für die Förderung zirkulärer Wirtschaft zu identifizieren und für Kommunen in BW zur Verfügung zu stellen.

Hintergrund

Neben nationalen und internationalen Akteuren beschäftigen sich inzwischen auch kleinere Kommunen in Baden-Württemberg verstärkt mit regionalen Ressourcenverbräuchen, wobei zunehmend nicht nur die direkten Emissionen (Scope 1 und 2), sondern auch indirekte Emissionen und graue Energie (Scope 3) in den Fokus rücken. Lokales zirkuläres Wirtschaften, welches auf Strategien wie die Verlängerung der Produktlebensdauer („Slowing“), Schließung von Materialkreisläufen („Closing“) und Effizienzsteigerungen („Narrowing“) setzt, bietet den Kommunen dabei eine Möglichkeit, CO₂-Emissionen zu reduzieren, Abhängigkeiten von globalen Lieferketten zu verringern und lokale Wirtschaftskreisläufe zu stärken. 

Voraussetzung hierfür sind jedoch eine exakte Analyse und Quantifizierung regionaler Stoffströme und Ressourcenverbräuche, für die auf regionaler Ebene bisher nur begrenzte Daten zur Verfügung stehen. Erste Ansätze zur Regionalisierung der Stoffstromanalysen liefern Modelle wie der Circularity Gap Report oder Studien – beispielsweise für die Region Stuttgart. Diese können Kommunen und Unternehmen helfen, Prioritäten für einzelne Materialströme oder Wirtschaftsbereiche festzulegen und Dialoge über ressourcenschonende Maßnahmen zu initiieren.

Projektinhalt

Die Studie besteht aus vier Arbeitspaketen: 

  1. Die Datenaufbereitung, in der mithilfe statistischer Methoden aktuelle interregionale Stoffströme für alle Landkreise Baden-Württembergs aus Verkehrsverflechtungen rekonstruiert werden 
  2. Die Erstellung eines hybriden Multiregionalen Input-Output-Modells (MRIO), um Rohstoffverbräuche, Treibhausgasemissionen sowie lokale Wertschöpfung und Beschäftigung umfassend zu erfassen
  3. Die visuelle Aufbereitung der Ergebnisse mithilfe geeigneter Indikatoren und Formate wie Heatmaps sowie die Durchführung eines Workshops zur Entwicklung konkreter Handlungsfelder für öffentliche und private Akteure
  4. Die Projektkoordination durch Umwelttechnik BW zur Steuerung des Gesamtprozesses und Sicherstellung einer praxisnahen Umsetzung.

Projektziel

Ziel der Studie ist es, eine einheitliche Informationsgrundlage über regionale und sektorale Hotspots der Stoffströme in Baden-Württemberg zu schaffen, die Kommunen bei der Entwicklung von Kreislaufwirtschaftsstrategien unterstützt.

Meilensteine

  • Meilenstein 1 (Mitte Januar 2025): Vorstellung der ersten Ergebnisse zu Hot-Spots regionaler Ressourcenverbräuche; Beteiligte: Umwelttechnik BW.
  • Meilenstein 2 (Ende Februar 2025): Vorstellung eines Prototyps zur Ausweisung von Kreislaufwirtschaftsregionen in Baden-Württemberg. Beteiligte: Umwelttechnik BW. 
  • Meilenstein 3 (Anfang März 2025): Stakeholder-Workshop zur Validierung der ausgewiesenen Kennzahlen und deren Relevanz für Wirtschaftsförderer und Unternehmen in Baden-Württemberg. Beteiligte: Umwelttechnik BW, Unternehmensvertreter*innen, Wirtschaftsförderer.