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Wassereffizienz durch Industriepraxis, Resilienz und Kreislaufwirtschaft
Wassereffizienz in der industriellen Praxis in Baden-Württemberg: Praxisorientierte Ansätze und branchenspezifische Leitfäden für ein zirkuläres und resilientes Wassermanagement
Hintergrund
Wasser ist für produzierende Unternehmen eine zentrale betriebliche Ressource. Ob als Prozess-, Kühl, Reinigungs-, Transport- oder Hilfsmedium – es beeinflusst unmittelbar die Produktionssicherheit, die Produktqualität, die Betriebskosten und die Resilienz eines Standorts.
Klimawandel, Trockenperioden, Starkregen, Nutzungskonflikte sowie steigende Anforderungen an Wasserqualität und Abwassereinleitungen verändern die Rahmenbedingungen industrieller Wassernutzung. Auch in Baden-Württemberg können regionale und saisonale Schwankungen der Verfügbarkeit und Qualität die industrielle Wertschöpfung beeinträchtigen.
Ein vorausschauendes Wassermanagement ist daher ein wichtiger Bestandteil betrieblicher Resilienz und strategischer Standortvorsorge. Dabei geht es nicht allein um technische Einsparmaßnahmen, sondern um die systematische Analyse, Bewertung und Priorisierung technischer, organisatorischer und strategischer Handlungsoptionen.
Produzierende Unternehmen unterschiedlicher Größe benötigen praxistaugliche und skalierbare Entscheidungsgrundlagen, die eine strukturierte Bewertung ihrer Wassersituation mit angemessenem Aufwand ermöglichen. Dafür müssen die Verfügbarkeit und Qualität der Ressource, die Anforderungen der Prozesse, Wasser- und Abwasserströme, Vorgaben für Einleitungen, regulatorische Anforderungen, Monitoring, Klimarisiken, Investitionsbedarf und betriebliche Umsetzbarkeit gemeinsam betrachtet werden.
Das Projekt entwickelt hierfür eine praxisnahe Grundlage, die produzierende Unternehmen in Baden-Württemberg bei der Bewertung und Priorisierung geeigneter Maßnahmen unterstützt.
Projektinhalt
Priorisierungsrahmen für industrielle Wassereffizienz entwickelt. Der Rahmen orientiert sich am 5R-Ansatz:
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Reduce: Wasserverbrauch und Wasserverluste reduzieren
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Reuse: Wasser erneut verwenden
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Recycle: Wasser aufbereiten und in geeigneter Qualität zurückführen
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Restore: Wasserressourcen schützen und stärken
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Recover: Wertstoffe oder Energie aus Wasser- und Abwasserströmen zurückgewinnen
Eine Wasserbilanz dient als zentrales Analyseinstrument und macht Wasserströme, Einsparpotenziale, Wiederverwendungsoptionen, Abwasserbelastungen und prioritäre Handlungsfelder transparent.
Aufbauend auf der Studie werden drei branchenspezifische und prozessbezogene Leitfäden entwickelt. Sie übertragen die branchenübergreifende Bewertungslogik in ausgewählte industrielle Anwendungskontexte und berücksichtigen unter anderem Prozessanforderungen, Wasserqualitäten, Abwasserbelastungen, Klimarisiken, regulatorische Rahmenbedingungen, Monitoring-Anforderungen sowie grobe Kostenkategorien.
Projektziel
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Branchenübergreifende Bewertungsgrundlagen schaffen: Wasserbilanz, Wasserverfügbarkeit, Wasserqualität, Klimarisiken, Abwasseranforderungen und zentrale Handlungsoptionen werden in einer übergeordneten Studie zusammengeführt.
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Maßnahmen systematisch priorisieren: Ein transparenter Bewertungs- und Roadmap-Ansatz ordnet Maßnahmen nach Nutzen, Umsetzbarkeit, Prozesskritikalität, Einleitbedingungen, Compliance-Aspekten und groben Kostenkategorien ein.
- Branchenspezifische Anwendungen ermöglichen: Drei eigenständige, prozessbezogene Leitfäden übertragen die Studienergebnisse in konkrete industrielle Anwendungskontexte.
Meilensteine
M1 | August 2026 | Kick-Off | Zielbild, Methodik, Datenzugänge, Ansprechpartner, Kommunikationswege und Freigabeprozesse wurden abgestimmt.
M2 | Mitte Oktober 2026 M4 | Auswahl der drei Zielbranchen | Die drei prioritären Branchen und relevanten Prozesskontexte wurden anhand transparenter Relevanzkriterien ausgewählt und mit dem Auftraggeber abgestimmt.
M3 | Mitte November 2026 | Vorstellung der Ergebnisse von AP 1 | Der Entwurf der übergeordneten Studie mit Wasserbilanz-Ansatz, Risikoanalyse, Handlungsfeldern und Priorisierungsmethodik liegt vor und wird Umwelttechnik BW vorgestellt.
M4 | Ende Dezember 2026 | Entwurfsfassungen aller Deliverables vorgelegt | Die Entwurfsfassungen der Studie und der drei Leitfäden liegen vier Wochen vor Endabgabe zur fachlichen Kommentierung und Endabstimmung vor.
M5 | 31. Januar 2027 | Übergabe der finalen Studie | Die finale Studie und die drei Leitfäden wurden an Umwelttechnik BW übergeben.
M6 | nach Abstimmung | Ergebnispräsentation bei Umwelttechnik BW | Die Ergebnisse wurden intern sowie – nach Terminlage des Auftraggebers – in einer Präsenzveranstaltung präsentiert.