Abwasser als Ressource
Abwasser birgt einen Reichtum an bisher ungenutztem Potenzial. Dabei ist es möglich, Abwasser als Ressource einzusetzen und wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen.
Wenn die Kläranlage zur Bioraffinerie wird
Kläranlagen sind unverzichtbar für den Schutz unserer natürlichen Gewässer. Jedes Jahr behandeln sie rund 8,33 Milliarden Kubikmeter Abwasser in Deutschland. Sie filtern Stoffe wie Phosphor- und Stickstoffverbindungen aus unserem Abwasser, bevor es in natürliche Gewässer abgeleitet wird und dort Schaden anrichten kann.
Kläranlagen sind wertvolle Rohstoffquellen, denn eben diese Phosphor- und Stickstoffverbindungen können zur Herstellung von landwirtschaftlichem Dünger verwendet werden. Aber auch die Rohstoffe zur Herstellung von Biokunststoffen hält eine Kläranlage bereit.
Mit dem Netzwerk Fachinitiative urbane und industrielle Bioraffinerien fördern wir die Akzeptanz von Bioraffinerien als Rohstofflieferanten. Die Fachinitiative bündelt Bioraffinerieprojekte in Baden-Württemberg und sichert den Wissenstransfer.
Ihr Kontakt
Umwelttechnik BW
Kleiner Schlossplatz 13
70173 Stuttgart
Deutschland
So unterstützen wir Sie:
- In unserem Bioökonomie Marktnavigator finden Sie Dienstleistungen, Produkte und Technologien von Anbietern aus Baden-Württemberg.
- In unserem Veranstaltungsbereich finden Sie After-Work-Events, Netzwerktreffen und natürlich Plan B - den Kongress zum Thema Bioökonomie.
- Mit dem KlicK-Tool bilanzieren Sie die Treibhausgasemissionen Ihrer Kläranlage und können erste Reduktionsmaßnahmen simulieren.
Stille Quelle der Resilienz: Rohstoffe aus Abwasser
Stickstoffrückgewinnung
Warum Stickstoffverbindungen aus Abwässern zurückgewinnen? Es erhält die Gesundheit natürlicher Gewässer, weil es schädliches Algenwachstum ausbremst. Gleichzeitig ist Stickstoff eine wertvolle Ressource, zum Beispiel für die Nahrungsmittelproduktion.
Phosphorrückgewinnung
In der Landwirtschaft sind Phosphorverbindungen ein dringend benötigter Rohstoff, der vor allem für Düngemittel eingesetzt wird. Bisher wird Phosphor in mineralischen Lagerstätten im Ausland abgebaut. Think Rohstoffresilienz!
Biobasierte Kunststoffe
Kunststoff spielt eine große Rolle in unserer Gesellschaft. Um nachhaltige Kunststoffe herzustellen, werden Biopolymere eingesetzt. Diese können mit Hilfe von Bakterien aus Abwässern auf der Kläranlage produziert werden.
Praxisleitfaden zum Vertrieb von SERO Düngern
Sekundäre Düngemittel aus Abwasser und Abfall sind aus einer dauerhaft verfügbaren regionalen Quelle. Sie reduzieren die Abhängigkeit von geopolitisch volatilen Märkten. So können wertvolle Ressourcen wie Phosphor und Stickstoff nachhaltig genutzt werden, anstatt sie aus begrenzten natürlichen Quellen abzubauen oder mit Hilfe von fossilen Ressourcen zu erzeugen.
- Was sind die Rechtsgrundlagen?
- Welche Analysen werden gefordert?
- Wie sieht eine Düngemittelverkehrskontrolle aus?
Der Praxisleitfaden beantwortet viele Fragen. Er wurde aus Mitteln des Landeshaushaltes gefördert und durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg begleitet.
Energiegewinnung aus Abwasser
- Bei der Abwasseraufbereitung entsteht Abwärme, die für unterschiedliche Zwecke weiter verwendet werden kann.
- Wasserstoff aus organischen Kohlenstoffverbindungen: Das Projekt KoalAplan konzipiert den Klärprozess völlig neu. Über mehrere Stufen wird mit Hilfe von Mikroorganismen unter anderem Wasserstoff erzeugt. Er kann als Endprodukt genutzt oder weiterverarbeitet werden.
- Auch industrielles Abwasser ist eine Quelle für Wasserstoff. Mit Hilfe von Purpurbakterien kann Biowasserstoff erzeugt werden: Eine Bioraffinerie in industrieller Umgebung.
Die besten Ideen sind die, die umgesetzt werden. Ein tragfähiges Netzwerk hilft.
Unsere Projekte im Bereich Abwasser-Recycling
Gewinnung von Rohstoffen aus Abwasser
Abschlussbroschüren RoKKa und KoalAplan – jetzt kostenfrei downloaden
Fast zweieinhalb Jahren erforschten die EFRE-Projekte RoKKa (Rohstoffquelle Klärschlamm und Klimaschutz auf Kläranlagen) und KoalAplan (Kommunales Abwasser als Rohstoffquelle) die Frage: Wie wandeln wir die Kläranlage vom Entsorger zum Versorger?
Inzwischen sind die Projekte zu Ihrem Abschluss gekommen und es gibt viel Berichtenswertes: Die Projektergebnisse sind in den Abschlussberichten kompakt zusammengefasst. Entdecken Sie die Kläranlage der Zukunft!
Projekt RoKKa: Das Update für die Kläranlage
RoKKa hat gezeigt: Kläranlagen können zu Bioraffinerien werden. Ziel war nicht nur, das Abwasser zu reinigen, es ging auch um die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe aus dem Abwasser. So wurden "nebenbei" klimarelevante Emissionen reduziert - ein Beitrag zur Klimaneutralität.
Projekt KoalAplan: Kläranlagen neu gedacht
Auf der Kläranlage Büsnau wurden Verfahren untersucht, die ermöglichen, aus kommunalem Abwasser die Ammonium, Wasserstoff und Polyhdroxyalkanoate (PHA) zu gewinnen. Projekt KoalAplan verdeutlicht die Vision einer Kläranlage der Zukunft: Sie reinigt nicht nur das Abwasser, sie gewinnt auch Rohstoffe zurück. Fazit: Von der Kläranlage zur Bioraffinerie!
SmartBioH2-BW: Die Bioraffinerie in der Industrie
Das Projekt SmartBioH2-BW zielt auf die Integration einer Bioraffinerie in eine bestehende Industrieumgebung und erzeugt Biowasserstoff aus industriellen Abwasser- und Reststoffströmen. Eine Chance für Unternehmen, ihre Ressourcen noch effektiver zu nutzen.
Finden und gefunden werden